An jedem Seecontainer sitzt an der Tür ein kleines Metallschild. Die meisten Käufer sehen darüber hinweg, und für ein reines Lager auf dem eigenen Hof ist das auch in Ordnung. Trotzdem lohnt sich der Blick, denn dieses Schild ist der Ausweis des Containers.

Dazu kommt die große Nummer an Wand und Dach. Auch die ist kein Zufall, sondern nach einem festen Schema aufgebaut.

Was CSC bedeutet

CSC steht für die Convention for Safe Containers, ein internationales Abkommen unter dem Dach der International Maritime Organization. Es regelt, dass Container, die im internationalen Verkehr bewegt werden, geprüft sein müssen, und legt fest, wie das dokumentiert wird.

Die Plakette an der Tür ist dieser Nachweis. Sie hält unter anderem fest, wann der Container gebaut wurde, welche Gewichte zulässig sind und welche Stapellast er aufnehmen darf.

Entscheidend ist der Prüfstatus. Ein Container im internationalen Verkehr wird in wiederkehrenden Abständen begutachtet. Auf der Plakette steht entweder das nächste Prüfdatum oder ein Hinweis darauf, dass der Betreiber in einem laufenden Prüfprogramm ist.

Seitenansicht eines Lagercontainers mit glatter Wellblechwand

Wann die Plakette für Sie zählt und wann nicht

Hier die Antwort, die die meisten suchen: Steht der Container dauerhaft als Lager auf Ihrem Grundstück, spielt der CSC-Prüfstatus für den Betrieb keine Rolle. Die Konvention betrifft den internationalen Transport, nicht das Abstellen auf einem Hof.

Relevant wird sie in zwei Situationen. Erstens, wenn der Container später wieder als Transportmittel eingesetzt oder verschifft werden soll. Zweitens, wenn Sie den Container weiterverkaufen und der Käufer genau das vorhat.

Für die Praxis heißt das: Lassen Sie sich von einer abgelaufenen Prüfung bei einem reinen Lagercontainer nicht verunsichern. Umgekehrt ist ein Container mit gültiger Plakette und lückenloser Kennzeichnung ein Stück wertstabiler, weil er beiden Käufergruppen offensteht.

Die Containernummer lesen

Die große Nummer folgt einem international einheitlichen Aufbau. Sie besteht aus vier Buchstaben und sieben Ziffern.

  1. Drei Buchstaben als Eigentümercode, vergeben und registriert vom Bureau International des Containers.
  2. Ein vierter Buchstabe als Kategorie. Bei Frachtcontainern ist das ein U.
  3. Sechs Ziffern als Seriennummer des Eigentümers.
  4. Eine siebte Ziffer als Prüfziffer, die sich aus den vorherigen Zeichen berechnet.

Die Prüfziffer ist der praktische Teil. Sie ist der Grund, warum ein Tippfehler in einer Containernummer auffällt, und sie ist auch der Grund, warum sich frei erfundene Nummern erkennen lassen.

Daneben steht meist noch ein Größen- und Typencode, der Länge, Höhe und Bauart verschlüsselt. Damit lässt sich auf einen Blick sagen, ob ein Container Standardhöhe hat oder als High Cube gebaut ist.

Was Sie am Typenschild ablesen können

  • Baujahr, und damit das tatsächliche Alter statt einer Schätzung nach Optik
  • Zulässiges Gesamtgewicht und Eigengewicht, wichtig für Transport und Untergrund
  • Zulässige Stapellast, relevant, sobald Sie über einen zweiten Container nachdenken
  • Herstellerangaben und Seriennummer für Rückfragen

Besonders die ersten beiden Punkte sind im Alltag nützlich. Das Eigengewicht brauchen Sie für die Auslegung des Untergrunds, das Baujahr für eine realistische Einschätzung, was der Container noch vor sich hat.

Und beim Neucontainer?

Ein neu gefertigter Lagercontainer, der als Lager gedacht ist, muss nicht zwingend nach CSC zertifiziert sein, denn er ist nicht für den internationalen Seetransport bestimmt. Er trägt trotzdem eine Kennzeichnung des Herstellers mit den technischen Daten.

Wenn Sie sich offenhalten wollen, den Container später zu verschiffen oder weiterzuverkaufen, sagen Sie uns das vorher. Dann berücksichtigen wir es bei der Auswahl, statt es hinterher zu bedauern.

Person betrachtet das Typenschild an der Containertür

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