Im Sommer fällt es nicht auf. Die Tür steht offen, es ist hell, und alles funktioniert. Ab Oktober sieht es anders aus: Um sieben Uhr früh ist es dunkel, und ein Container ohne Licht ist dann ein Raum, in dem man mit der Taschenlampe zwischen Kisten sucht.

Die gute Nachricht: Licht ist der einfachste Teil. Der aufwendige Teil ist die Frage, wo der Strom herkommt, und den klärt man am besten, bevor der Container steht.

Drei Wege zur Stromversorgung

Fester Anschluss vom Gebäude

Die dauerhafte Lösung und für Betriebe meist die richtige. Eine Zuleitung vom bestehenden Verteiler zum Container, dort ein kleiner Unterverteiler, davon Licht und Steckdosen.

Der Aufwand steckt nicht im Container, sondern im Weg dorthin. Eine Leitung über den Hof gehört im Erdreich verlegt, geschützt und in ausreichender Tiefe. Wer die Grabarbeit ohnehin macht, sollte gleich ein Leerrohr mitverlegen, weil Netzwerk oder eine zweite Leitung erfahrungsgemäß später nachkommen.

Baustromverteiler oder mobile Speisung

Wenn der Container nur eine Saison an einem Ort steht, ist eine feste Zuleitung selten sinnvoll. Dann versorgt ein vorhandener Verteiler den Container über eine geeignete Leitung, und die Installation im Container bleibt trotzdem ordentlich ausgeführt.

Insellösung mit Solarmodul

Für Standorte ohne Netz eine ernstzunehmende Option, solange die Ansprüche zum Verbrauch passen. Ein Modul auf dem Dach, ein Laderegler, eine Batterie und LED-Beleuchtung, das funktioniert zuverlässig.

Die Grenze liegt dort, wo Heizung, Kompressor oder Ladegeräte dazukommen. Für Licht und eine Kamera reicht eine kleine Anlage. Für alles Wärmeerzeugende reicht sie nicht, und das sollte man vorher wissen und nicht im Jänner feststellen.

Unterverteiler und Feuchtraumsteckdosen an der Containerinnenwand

Was im Container selbst montiert wird

Die Installation im Container ist Feuchtraumtechnik. Auch ein dichter Container hat innen Temperaturwechsel und damit Kondenswasser, und das entscheidet über die Auswahl der Komponenten.

  • Leuchten und Steckdosen in geeigneter Schutzart, nicht die Ausführung aus dem Wohnraum
  • Aufputz verlegte Leitungen in Rohren oder Kanälen, damit später nachgerüstet werden kann
  • Ein kleiner Unterverteiler mit eigenem Fehlerstromschutzschalter
  • Ein Lichtschalter direkt an der Tür, erreichbar bevor man den dunklen Raum betritt
  • Steckdosen dort, wo tatsächlich gearbeitet wird, nicht nur neben dem Verteiler

Zur Beleuchtung: LED-Leuchtbänder an der Decke, mittig längs verlegt, ergeben ein gleichmäßiges Licht ohne harte Schatten zwischen den Regalen. Eine einzelne helle Leuchte in der Mitte klingt sparsam und wirft genau dort Schatten, wo die Ware steht.

Wer das ausführen darf

Das ist der Teil, bei dem wir kurz und deutlich sind: Die Elektroinstallation gehört von einer konzessionierten Fachkraft ausgeführt und geprüft. Das ist keine Formalie.

Ein Container ist ein leitfähiger Stahlkörper. Ein Fehler in der Installation legt im ungünstigen Fall Spannung auf die gesamte Hülle. Deshalb gehören Erdung und Potentialausgleich zwingend fachgerecht ausgeführt, und deshalb ist auch die Abnahme mehr als ein Stück Papier.

Für die Versicherung ist derselbe Punkt relevant. Kommt es zu einem Schaden und die Installation ist nicht nachweislich fachgerecht ausgeführt, wird die Regulierung unangenehm.

Was Sie beim Kauf schon mitdenken sollten

  1. Wo steht der nächste Verteiler, und wie lang wird die Zuleitung?
  2. Lässt sich der Weg dorthin graben, oder liegt eine befestigte Fläche dazwischen?
  3. Reicht Licht, oder kommen später Heizung, Ladegeräte oder Kühlung dazu?
  4. Ist eine Durchführung durch die Containerwand eingeplant und sauber abgedichtet?
  5. Soll die Beleuchtung mit Bewegungsmelder laufen, damit sie nicht vergessen wird?

Punkt vier wird oft übersehen. Jede Leitung, die in den Container geht, braucht eine ordentliche Durchführung mit Dichtung. Ein Loch im Wellblech, durch das ein Kabel gezogen ist, ist die zuverlässigste Methode, Wasser genau dorthin zu leiten, wo es am meisten stört.

Lagercontainer bei Dämmerung mit Licht aus der geöffneten Tür

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