Ein 20-Fuß-Container fasst rund 33 Kubikmeter. Wer Kartons und Kanister einfach auf den Boden stellt, nutzt davon selten mehr als die untere Hälfte. Der Rest ist Luft über kopfhoher Ware, an die niemand mehr herankommt, ohne den ganzen Stapel umzuräumen.

Regale drehen dieses Verhältnis um. Mit dem passenden System holen Sie aus derselben Grundfläche das Zwei- bis Dreifache an nutzbarem Platz heraus, und jede Kiste bleibt erreichbar. Die eigentliche Frage ist nicht, ob Sie Regale brauchen, sondern welche. Fachboden, Palettenregal und Kragarm sind für völlig verschiedene Güter gebaut.

Diese Entscheidung fällt am besten, bevor der Container auf dem Hof steht. Wer erst einräumt und dann merkt, dass die Sechs-Meter-Rohre quer liegen müssen, baut zweimal.

Zuerst das Lagergut, dann das Regal

Die Systemwahl hängt an drei Fragen zu Ihrer Ware, nicht an der Marke des Regals. Was wiegt ein einzelnes Teil, welches Format hat es, und wie oft greifen Sie darauf zu.

Ein Betrieb, der Schrauben, Ersatzteile und Kartons lagert, braucht etwas völlig anderes als ein Händler mit Europaletten oder ein Tischler mit Kanthölzern und Platten. Wer diese drei Fragen ehrlich beantwortet, hat die Auswahl schon fast getroffen. Und wer verschiedene Güter mischt, kombiniert einfach zwei Systeme im selben Container.

Ein Beispiel aus der Praxis. Ein Sanitärbetrieb lagert Fittinge und Kleinteile in Kartons, dazu ganze Paletten mit Fliesen und schließlich Rohre in sechs Metern Länge. Für diesen einen Container braucht es alle drei Systeme nebeneinander: Fachboden für die Kartons, ein Palettenfeld für die Fliesen, Kragarme für die Rohre. Genau deshalb lohnt es sich, vor dem Kauf aufzuschreiben, was tatsächlich hinein soll, statt hinterher zu improvisieren.

Fachbodenregale an beiden Seiten mit freiem Mittelgang im Lagercontainer

Fachbodenregal: für Kartons, Kleinteile und Werkzeug

Das Fachbodenregal ist der Klassiker und für die meisten Lagercontainer die richtige Wahl. Verstellbare Böden tragen je nach Bauart bis etwa 200 Kilogramm pro Ebene, und Sie passen die Höhe der Fächer an Ihre Kisten an, nicht umgekehrt.

Im Container spielt es seine Stärke an den beiden Längswänden aus. Zwei Regalzeilen entlang der 6-Meter-Seiten, dazwischen ein Gang, und Sie kommen an jede Ebene heran, ohne zu klettern. Wer Kleinteile lagert, ergänzt Sichtlagerkästen: schräge, offene Boxen, aus denen Sie greifen, ohne sie herauszuziehen. Für Werkzeug, Ersatzteile und alles, was in Kartons passt, ist das die effizienteste Lösung.

Achten Sie beim Fachbodenregal auf die Tiefe. Ein zu tiefes Regal wirkt großzügig, doch was ganz hinten liegt, holen Sie kaum noch heraus. Für die meisten Kleinteile reicht eine Tiefe, bei der Sie mit ausgestrecktem Arm bis zur Rückwand kommen. Lieber eine Ebene mehr in die Höhe als eine Handbreit mehr in die Tiefe.

Palettenregal: wenn die Ware auf Paletten kommt

Kommt Ihre Ware bereits palettiert, wäre es unsinnig, sie auszupacken und ins Fachbodenregal zu räumen. Das Palettenregal nimmt komplette Europaletten auf und trägt pro Feld oft eine Tonne und mehr.

Im Container gibt es dabei einen Haken: Die Innenbreite von rund 2,35 Metern lässt neben einer Palettenreihe kaum Platz für einen bequemen Gang. Palettenregale funktionieren im Container deshalb dann gut, wenn Sie die Paletten mit einem Hubwagen durch die Türseite ein- und auslagern und nicht ständig zwischen den Reihen hindurchgehen müssen. Für schwere, gleichförmige Ware in großen Mengen ist es unschlagbar, für ein buntes Kleinteilelager überdimensioniert.

Kragarmregal: für Rohre, Profile und Platten

Langgut ist der Fall, an dem Fachboden und Palettenregal scheitern. Rohre, Stahlprofile, Bretter, Kanthölzer und Platten lassen sich nicht sinnvoll in Fächer legen. Hier kommt das Kragarmregal ins Spiel: eine Reihe waagerechter Arme, auf die Sie das Material von der Seite auflegen.

Entlang der Containerlänge stehen Ihnen so bis zu sechs Meter durchgehende Auflagefläche zur Verfügung, ohne störende Stützen dazwischen. Einseitige Kragarmregale stehen an der Wand, beidseitige mitten im Raum. Für Tischlereien, Metallbauer und Händler mit Langgut ist das oft das einzige System, das wirklich passt.

Gang, Traglast und die goldene Greifzone

Egal welches System: Planen Sie einen Gang ein, durch den Sie mit Ware in der Hand bequem durchkommen. Ein zugestellter Container spart auf dem Papier Platz und kostet in der Praxis jeden Tag Zeit.

Schweres nach unten, Leichtes nach oben, das hält das Regal stabil und Ihren Rücken heil. Die Ware, die Sie täglich brauchen, gehört in Griffhöhe zwischen Hüfte und Schulter, die sogenannte goldene Zone. Selten Gebrauchtes wandert nach ganz oben oder ganz unten.

Zwei technische Punkte bleiben zu prüfen. Erstens die Traglast pro Fach oder Feld, die zu Ihrer schwersten Ware passen muss. Zweitens die Standsicherheit: Hohe Regale sichern Sie gegen Kippen, indem Sie sie am Boden oder an den Seitenwänden fixieren. Diese Befestigung ist bei einem neuen, maßgefertigten Container Teil der Planung, denn wir wissen schon vor der Auslieferung, wo Ihre Regale stehen sollen.

EKOBOX Österreich

Container und Regalplanung aus einer Hand

Sagen Sie uns, was Sie lagern, und wir sagen Ihnen, welche Containergröße und welches Regalsystem zusammenpassen. Das Angebot kommt in 24 Stunden, inklusive Lieferung.

Angebot in 24 Stunden anfordern