Der erste Container ist eine schnelle Entscheidung. Er kommt, wird abgesetzt, ist voll. Beim zweiten merken viele Betriebe, dass sie den Platz nicht durchdacht haben, und beim dritten wird es eng, weil der Lkw nicht mehr um die Ecke kommt.

Ein Lagerplatz, der mitwachsen soll, gehört von Anfang an geplant. Nicht für die aktuelle Zahl an Containern, sondern für die, die in ein paar Jahren dort stehen könnte. Das kostet beim Start etwas Nachdenken und spart später teures Umsetzen.

Die vier Größen, um die es geht, sind Untergrund, Zufahrt und Wendekreis, Abstände und Layout sowie die Erweiterbarkeit. Wer sie einmal richtig ansetzt, baut ein Depot, das sich Einheit für Einheit füllen lässt, ohne dass jedes Mal alles neu gedacht werden muss.

Containerecke auf Betonfundamentsteinen über verdichtetem Schotter

Der Untergrund trägt alles

Ein voll beladener Lagercontainer bringt ein erhebliches Gewicht auf vier Auflagepunkte. Weicher oder aufgeweichter Boden gibt darunter nach, der Container steht schief, und schiefe Container verziehen mit der Zeit die Türgeometrie. Der Untergrund ist deshalb keine Nebensache.

Bewährt hat sich ein verdichteter, wasserableitender Unterbau, etwa eine tragfähige Schotterschicht, auf die der Container über Punktfundamente oder Betonplatten an den Eckbeschlägen aufgesetzt wird. Wichtig ist, dass Wasser abläuft und sich keine Staunässe unter dem Container hält.

Planen Sie den Unterbau gleich für die volle Ausbaustufe. Es ist deutlich günstiger, eine größere Fläche einmal richtig herzurichten, als sie später zwischen bereits stehenden Containern nachzubessern.

Zufahrt und Wendekreis

Container werden mit dem Lkw und oft per Kran oder Hakenlift abgesetzt. Dieses Fahrzeug braucht Platz zum Anfahren, Rangieren und Abladen. Wird dieser Platz vergessen, steht der neue Container zwar theoretisch, ist aber praktisch nicht anlieferbar.

Denken Sie die Zufahrt großzügig. Das Fahrzeug muss an jede künftige Stellfläche herankommen, nicht nur an die erste. Enge Kurven, tief hängende Leitungen, Tore und weicher Randbereich sind die typischen Stolpersteine, die man vorher auf dem Papier ausräumt.

Halten Sie außerdem eine freie Gasse vor der Containerfront. Die Flügeltüren öffnen nach außen und schwenken weit aus, und Sie wollen mit Hubwagen oder Stapler bis vor die Tür fahren können.

Abstände und Layout

Wie die Container zueinander stehen, entscheidet über die Nutzbarkeit des ganzen Platzes. Eng aneinandergestellte Container sparen Fläche, blockieren sich aber gegenseitig beim Öffnen und beim Absetzen neuer Einheiten.

  • Vor den Türen genug Raum lassen, damit Flügel voll aufschwenken und ein Stapler heranfährt.
  • Zwischen den Containern etwas Luft für Wartung, Belüftung und späteres Umsetzen einplanen.
  • Eine klare Reihen- oder Blockordnung wählen, damit jeder Container ohne Umstapeln erreichbar bleibt.

Ein gutes Layout richtet sich am Materialfluss aus. Was oft gebraucht wird, steht nah an der Zufahrt, das ruhende Lager weiter hinten. So wird der Platz zum funktionierenden Depot statt zur reinen Abstellfläche.

Erweiterbarkeit einplanen

Der Sinn eines Depots ist, dass es wächst. Reservieren Sie deshalb von Anfang an die Fläche für die nächsten Einheiten, auch wenn dort vorerst nichts steht. Nichts ist ärgerlicher, als eine freie Fläche erst zuzuparken und sie dann für den nächsten Container wieder räumen zu müssen.

Maßgefertigte Container helfen dabei, weil Sie neue Einheiten passend zu den vorhandenen bestellen und die Reihe sauber fortsetzen. Ein einheitliches Erscheinungsbild wirkt auf dem Betriebsgelände zudem deutlich professioneller als ein zusammengewürfelter Haufen.

Prüfen Sie bei mehreren Containern rechtzeitig, ob und ab welcher Größe eine baurechtliche Anzeige oder Genehmigung nötig ist. Das hängt vom Standort und der Nutzung ab und wird am besten mit der Gemeinde geklärt, bevor der Platz voll ist.

Beschriftung und Wegeführung

Ab dem dritten Container weiß niemand mehr aus dem Kopf, was wo liegt. Ein Depot braucht deshalb ein einfaches Ordnungssystem, das über die Einheiten hinweg funktioniert. Nummerieren Sie die Container gut sichtbar durch und führen Sie eine Übersicht, welche Einheit welchen Lagerbereich enthält.

Denken Sie auch an die Wege auf dem Platz. Eine befestigte Gasse vor den Containern, die bei jedem Wetter befahrbar bleibt, verhindert, dass Hubwagen im Matsch stecken bleiben. Wo abends noch gearbeitet wird, lohnt sich eine einfache Beleuchtung entlang der Reihe.

Zuletzt die Entwässerung. Mehrere Container auf einer Fläche versiegeln viel Boden, das Regenwasser muss geordnet ablaufen. Ein leichtes Gefälle weg von den Containern und eine Ableitung an den Rand halten den Platz trocken und die Container von unten frei von Staunässe.

Wer diese Grundlagen einmal sauber anlegt, hat ein Depot, das über Jahre wächst, ohne dass jede Erweiterung zum Umbau wird. Der Aufwand am Anfang zahlt sich mit jedem weiteren Container aus, weil der neue einfach in die vorbereitete Reihe rückt.

EKOBOX Österreich

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